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Chemie-Praktikum Nr

By Steve Fox,2014-06-01 15:52
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Chemie-Praktikum Nr

Chemie-Praktikum Nr.4 vom 18.02.03

    Team: Franz Gravenhorst, Julian Schorpp

    Klasse 11c

    Chemie-Praktikum Nr.4

    18.02.03

    Alkohole Eigenschaften, Unterscheidung, Nachweise

Versuch 1: Nachweis von Ethanol

1. Versuchsaufbau

benötigte Materialien:

    - Reagenzglas

    - Reagenzglasgestell

    - Spatel

benötigte Chemikalien:

    - Ethanol

    - 1m-Schwefelsäure (HSO) 24

    - Kaliumdichromat (KCrO) 227

2. Versuchsdurchführung

    Zunächst füllten wir das Reagenzglas ca. 1-2 cm hoch mit der Kaliumdichromatlösung und gaben dann 3 Tropfen der Schwefelsäure dazu. Schließlich gaben wir die zu untersuchende Reagenz, das Ethanol, hinzu (ca. 2 cm hoch).

    Das Gemisch ließen wir nun ca. 30 Minuten stehen und notierten uns das Ergebnis.

3. Beobachtung

    Bei Zugabe der klaren Schwefelsäure in die orange-klare Kaliumdichromatlösung konnten wir keine Reaktion feststellen (Farbe blieb orange-klar). Auch nach Zugabe des Ethanols waren zunächst keine Anzeichen für eine Reaktion erkennbar.

    Erst nach ca. ? Minute bemerkten wir, dass die Flüssigkeit trüb wurde. Nach den 30 Minuten war allerdings keine weitere Veränderung feststellbar.

4. Ergebnis

Eigentlich hätte sich die Flüssigkeit leicht grün färben müssen. 3+Grün würde auf das Cr-Ion hinweisen.

     +6+2-Im Ausgangsstoff Kaliumdichromat ist das Chrom allerdings 6+ geladen: KCrO 2276+3+Wenn Cr im Laufe der Reaktion also zu Cr reduziert wird, muss das Ethanol

    oxidiert werden.

    CHOH ; CHO + H 25242

Chemie-Praktikum Nr.4 vom 18.02.03

    Team: Franz Gravenhorst, Julian Schorpp

    Klasse 11c

Kaliumchromat ist also ein gutes Oxidationsmittel (zumindest im Zusammenhang mit

    Ethanol).

    Eigenschaft des Alkohols, die sich aus diesem Versuch ergibt: Alkohol ist ein gutes Reduktionsmittel, es reduziert z.B. das Chrom.

    (Und wird dabei selbst zu einem Aldehyd oxidiert).

Reaktionsgleichung: Reduktion

     -I+I3++6+2-CHCHOH + KCrO ; CHCOH + Cr u.a. 322273

     Oxidation

    Versuch 2: Unterscheidung von Methanol und Ethanol durch die sog. Jodoformprobe

1. Versuchsaufbau

benötigte Materialien:

    - 3 Reagenzgläser

    - Reagenzglasgestell

    - Reagenzglashalter

    - Becherglas

    - Filtertrichter

    - Rundfilter

    - kleiner Erlenmeyerkolben

    - Tiegelzange

    - Bunsenbrenner

benötigte Chemikalien:

    - Methanol

    - Ethanol

    - Schnaps

    - verdünnte NaOH-Lösung

    - Lugolsche Lösung

    - heißes Wasser

    - Edding

    - Kupferblech

2. Versuchsdurchführung

Zuerst kennzeichneten wir die Reagenzgläser. In das erste gaben wir 1ml Methanol,

    in das zweite 1ml Ethanol und in das dritte 3ml Schnaps. Als nächstes schütteten wir in das erste und zweite Reagenzglas jeweils 2ml und in

    das dritte 4ml verdünnte NaOH-Lösung.

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    Team: Franz Gravenhorst, Julian Schorpp

    Klasse 11c

    Nach sorgfältigem Durchmischen gaben wir jeweils soviel Lugolsche Lösung hinzu, bis die Flüssigkeiten schwach braun gefärbt waren.

    Nun stellten wir die Reagenzgläser in ein heißes Wasserbad und ließen sie dann wieder 5 Minuten abkühlen.

    Dann filtrierten wir den Inhalt des zweiten Reagenzglases, kratzten etwas von dem Niederschlag aus dem Filter und gaben ihn auf das Kupferblech. Dieses hielten wir mit der Tiegelzange in die rauschende Bunsenbrennerflamme.

3. Beobachtungen/Messungen

    Rg mit Methanol Rg mit Ethanol Rg mit Schnaps Vorgang

    Nach Zugabe des Bläuliche, klare Bläuliche, klare Gelbliche, klare

    NaOH Flüssigkeit Flüssigkeit, leichte Flüssigkeit

    Gasentwicklung

    Nach Zugabe der Zuerst Schlieren, Zuerst Schlieren, Zuerst Schlieren,

    Lugolschen gelb-grün, klar trüb-gelb trüb-gelb

    Lösung

    Nach Wasserbad Klare Lösung Viel neongelber Weniger neongelber

    Niederschlag Niederschlag

    Beilsteinprobe (kein Niederschlag) Grüne Flamme Leicht grüne

    (mit dem Flamme

    Niederschlag)

    Nebenbei war auch ein auffälliger Geruch, der an Desinfektionsmittel erinnerte, feststellbar (weil unter Abzug ; ).

     14. Ergebnis

    Durch die erfolgreiche Beilsteinprobe (grüne Flamme) bei Reagenzglas zwei und drei, wurde nachgewiesen, dass sich ein Halogenkohlenwasserstoff in der Flüssigkeit befand.

    D.h., dass nur Ethanol und nicht etwa Methanol mit dem Jod zu Jodoform (Halogenkohlenwasserstoff) reagierte.

    Da auch in Schnaps mittels der Beilsteinprobe ein Halogenkohlenwasserstoff nachgewiesen werden konnte, beweist dies, dass sich in dem untersuchten Schnaps nur (oder zumindest überwiegend) Ethanol befand und kein (oder sehr wenig) Methanol (zum Glück, denn Methanol ist sehr giftig).

Name des Nachweises: Jodoformprobe (Name „Jodoform“ [CHJ] ist analog zu 3

    „Chlorophorm“ [CHCl]) 3

Reaktionsgleichung: CHOH + 6 NaOH + 4 J ; HCOOH (Ameisensäure) + CHJ 2523

    (Jodoform) + 5 NaJ + 5HO 2

     1 Auf http://timms.uni-tuebingen.de gibt es unter „Fakultät Chemie“/ „Institut für Organische Chemie“ eine anschauliche Vorlesungsaufzeichnung (Experimentalchemie II, Organische Chemie, SoSe 1999, 24.06.1999, 2. Stunde) dazu

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    Versuch 3: Unterscheidung von Ethanol und Ethanol durch die sog. Borax-Probe

1. Versuchsaufbau

benötigte Materialien:

    - 2 Abdampfschalen

    - Pipetten

    - Spatel

    - 2 Glasstäbe

    - Holzspan

    - Bunsenbrenner

benötigte Chemikalien:

    - Natriumtetraborat

    - Methanol

    - Ethanol

2. Versuchsdurchführung

    Zunächst gaben wir in beide Abdampfschalen je eine kleine Spatelspitze Borax und anschließend in die eine Schale 20 Tropfen Methanol und in die andere 20 Tropfen Ethanol.

    Nachdem wir beides jeweils mit einem Glasstab verrührt hatten, entzündeten wir die beiden Flüssigkeiten mit einem Holzspan.

3. Beobachtungen

    Das Methanolgemisch brannte mit grüner Flamme, während das Ethanolgemisch mit „normaler“, blau-gelber Flamme brannte.

    Ohne Borax brennt Methanol ähnlich wie das Ethanolgemisch (bzw. reiner Ethanol), d.h. mit „normaler“ blau-gelber Flamme.

4. Ergebnisse

    Es findet eine Veresterung des Methanols statt, es entsteht ein Borsäuremethylester (=Reaktionsprodukt: B(CHO)), der mit grüner Flamme verbrennt. 33

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich aus dem Ethanol ebenfalls ein Ester bildet. 2Dieser Ester zeigt jedoch keine Flammenfärbung.

Praktische Bedeutung der Boraxprobe:

     Kann heute noch zur qualitativen Analyse benutzt werden (obwohl es dazu

    inzwischen modernere Lösungen z.B. Spektralanalyse- gibt, die allerdings

    eher für quantitativen Analysen genutzt werden)

     Wurde hauptsächlich früher eingesetzt, um z.B. beim Schnapsbrennen oder

    im „Supermarkt“ (Verbraucherschutz) festzustellen, ob der Methanolgehalt

    nicht bedenklich ist.

     2 Quelle: http://www.efg-nw.de/chemie/versuche/00014.htm

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    Denn: Methanol kann zu tödlichen Vergiftungen führen, da Methanol in der

    Leber zu dem starken Zellgift Methanal abgebaut wird.

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