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Facharbeit Biologie

By Jose Hill,2014-06-03 02:24
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Facharbeit Biologie

    Alzheimer

    Ursache Verlauf Behandlungsmöglichkeiten

    Facharbeit

    im Leistungskurs Biologie

    Hanns-Eisler-Gymnasium

    Halle

    eingereicht bei

    Herrn Krasselt

    vorgelegt von

    Jenny Henze

    Klasse 12 b

    Halle, November 2001

    II Inhaltsverzeichnis

    Abbildungsverzeichnis .....................................................................................II Tabellenverzeichnis .........................................................................................III Einleitung ...........................................................................................................1 1 Allgemeine Vorüberlegung ........................................................................1

    1.1 Was ist Alzheimer? .................................................................................1

    1.2 Wie lässt sich die Krankheit erklären ......................................................1

    1.3 Häufigkeit der Erkrankung ......................................................................2

    1.4 Risikofaktoren .........................................................................................3

    1.5 Behandlungsmöglichkeiten .....................................................................3 2 Wie entsteht die Krankheit .........................................................................3 3 Statistische Erkenntnisse ..........................................................................6

    3.1 Zusammenhang zwischen Alter und Ausbruch der Krankheit ................6

    3.2 Altersspezifische Risikoangaben innerhalb der Verwandtschaft ............6 4 Krankheitsverlauf .......................................................................................7

    4.1 Die ersten Symptome .............................................................................8

    4.2 Desorientierung und verändertes Verhalten ...........................................8

    4.3 Leugnen der Symptome .........................................................................8

    4.4 Fehlhandlungen ......................................................................................9

    4.5 Grundfertigkeiten gehen verloren ...........................................................9

    4.6 Völlige Pflegebedürftigkeit ....................................................................10 5 Diagnose....................................................................................................10 6 Behandlung ...............................................................................................11

    6.1 Behandlungsorte ..................................................................................11

    6.2 Medizinische Maßnahmen ....................................................................12 7 Schluss ......................................................................................................13 Stichwortverzeichnis ......................................................................................14 Literaturverzeichnis ........................................................................................15 (Erklärung)

    Abbildungsverzeichnis

    Abbildung 1: CT-Aufnahme des geschrumpften Gehirns eins Patienten mit

    fortschreitender Demenz ..............................................................2 Abbildung 2: Vergleich der Struktur des Hirngewebes ......................................4 Abbildung 3: Darstellung eines Neurons ...........................................................5 Abbildung 4: Das altersabhängige Gesamtrisiko der Alzheimer Demenz

    (DAT) ............................................................................................7

    III Tabellenverzeichnis

    Tabelle 1: Zusammenhang zwischen Alter beim Ausbruch der DAT und

    Überlebensdauer ..........................................................................5

    Tabelle 2: Psychologische Tests zur Diagnose einer Demenz ....................11

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    Einleitung

    In meiner Facharbeit möchte ich die Krankheit Alzheimer mit ihren Ursachen, ihrem Verlauf und ihren Behandlungsmöglichkeiten vorstellen. Ich habe dieses Thema gewählt, da Alzheimer eine Krankheit ist, die aufgrund ihres Verlaufs und ihrer Symptome ein würdevolles menschliches Dasein schwer beeinträchtigt. Grund-

    1sätzlich muss man sagen, dass Demenz und Alzheimer nicht eine und die selbe

    Krankheit sind. Vielmehr ist Alzheimer eine besondere, tödliche und unheilbare Form der Demenz. Vor allem möchte ich über den Krankheitsverlauf berichten, wobei ich gleichzeitig auf die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten eingehen werde. Um meine Facharbeit zu schreiben informierte ich mich vor allem aus Fachbüchern über mein gewähltes Thema. Ich wählte diese Methode, da ich genau über die physische Ursache der Krankheit Bescheid wissen wollte.

1 Allgemeine Vorüberlegung

    1.1 Was ist Alzheimer?

    Die Alzheimersche Krankheit ist eine fortschreitende, degenerative Erkrankung des Gehirns. Sie beeinträchtigt das Gedächtnis, das Verhalten und die Intelligenz der betroffenen Personen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, unter der man einen Verlust der intellektuellen Funktionen wie Denken, Orientierung, Erinnern, Lernfähigkeit und Urteilsvermögen versteht. Bei einer Demenz kann es auch zu Persönlichkeitsveränderungen und zu Veränderungen der Gefühlskontrolle kommen.

     2Die Demenz vom Typ Alzheimer ist chronisch und endet tödlich.

1.2 Wie lässt sich die Krankheit erklären

    Die Alzheimersche Krankheit lässt sich auf krankhafte Veränderungen des Gehirns zurückführen. Das Gehirn eines an Alzheimer erkrankten Menschen ist kleiner,

    34leichter und von Eiweißablagerungen, sogenannten senilen Plaques, durchsetzt.

    Die senilen Plaques liegen zwischen den Nervenzellen des Gehirns. Weiterhin verringert sich mit der Abnahme funktionstüchtiger Hirnzellen auch die Menge von bestimmten chemischen Substanzen im Gehirn. Dabei handelt es sich

     1 Siehe Stichwortverzeichnis. 2 Vgl. Medicine-Worldwide, (2001). 3 Vgl. Abbildung 1. 4 Siehe Stichwortverzeichnis.

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    56um Botenstoffe (Neurotransmitter) und um Enzyme, die diese Botenstoffe

     7synthetisieren und abbauen.

Abbildung 1: CT-Aufnahme des geschrumpften Gehirns eins

    Patienten mit fortschreitender Demenz

Quelle: Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 59.

    Demenzen vom Alzheimer-Typ werden mit Genen und Viren in Verbindung gebracht. Das bedeutet, dass sowohl Virusinfektionen als auch die Erbanlagen nachweislich bei der Erkrankung mitwirken.

1.3 Häufigkeit der Erkrankung

    Die Alzheimersche Krankheit liegt nach amerikanischen Studien an 4. Stelle der Todesursachen-Statistik.

    Zur Zeit gibt es in Deutschland etwa eine Million Demenzkranker, davon sind etwa 50-60 % von der Alzheimer-Demenz betroffen.

     8Die Prognosen für die Statistiken der kommenden Jahre sind steigend.

     5 Neurotransmitter = Acetylcholin. 6 Enzym = Cholinesterase (Abbau) und Cholinacetyltransferase (Bildung). 7 Vgl. Medicine-Worldwide, (2001). 8 Vgl. Medicine-Worldwide, (2001).

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    1.4 Risikofaktoren

    Trotz intensiver Forschung ist es noch nicht möglich, zu sagen, welche Faktoren dazu führen, daß die Alzheimersche Krankheit nicht bei jedem und in einem bestimmten Alter ausbricht.

    Das Alter ist der am besten belegte statistische Risikofaktor. Die Erkrankungs-wahrscheinlichkeit nimmt mit steigendem Alter zu. Die Demenzerkrankung bei Verwandten ersten Grades erhöht das individuelle Risiko im das Dreieinhalbfache. Einen leichten Anstieg um 2 % beobachtet man bei Personen, die früher einmal eine Kopfverletzung mit Bewusstlosigkeit erlitten haben, an einer Depression oder einer Schilddrüsenunterfunktion erkrankt waren.

    Umweltgifte und Aluminium erhöhen das Risiko einer Alzheimer-Krankheit, während Rauchen, Vitamine oder Östrogene das Risiko senken sollen.

    Eindeutige Beweise für diese Theorien gibt es allerdings nicht, sie sind eher sehr

    9widersprüchlich.

1.5 Behandlungsmöglichkeiten

    Zur Zeit gibt es keine Heilungsmöglichkeiten für den eigentlichen Krankheitsprozeß der Alzheimerschen Krankheit.

    Nur durch frühzeitiges Erkennen der Krankheit kann man die Betroffenen gut betreuen und dafür sorgen, daß sie sich trotz ihrer verlangsamten Denkweise sozial integriert fühlen. Die mit der Alzheimer-Krankheit verbundenen Schlafstörungen, Angstsymptome und Depressionen können medikamentös behandelt werden. Seit kurzem stehen Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf um 1-2 Jahre verzögern. Sie bewirken auch eine Verbesserung der Gedächtnis- und

     10Konzentrationsfähigkeit.

    112 Wie entsteht die Krankheit

    In dem Gehirn eines Alzheimer-Patienten existieren neben den Millionen von Nervenzellen die neurofibrillären Knäuel. Diese Knäuel enthalten Strukturen des Cytoskeletts (Mikrotubuli und Mikrofilamente). In einem gesunden Gehirn sind diese Strukturen symmetrisch in den Nervenzellen angeordnet. Sie dienen dort dem Nährstofftransport und haben eine stützende Funktion für die Zelle.

     9 Vgl. Niemann-Mirmehdi, M./Richert, A./Neumann, E.-M., (1998), S. 10f. 10 Vgl. Medicine-Worldwide, (2001).

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    Leidet jemand an der Alzheimer-Krankheit, so gerät dieses Gerüst in Unordnung. Eine Zelle kann ohne funktionierendes Cytoskelett nicht überleben und stirbt vermutlich ab.

    Zusätzlich sammeln sich bei Alzheimer-Patienten Amyloide im Nervengewebe und in den Blutgefäßen des Gehirns. Amyloide sind kleine Bruchstücke von großen Eiweißmolekülen. Diese Amyloide umgeben die Trümmer von zerstörten

    12Nervenzellen und bilden so die senilen Plaques. Diese senilen Plaques spielen für

    die Krankheitsentstehung eine bedeutende Rolle.

Abbildung 2: Vergleich der Struktur des Hirngewebes

    Hirngewebe eines Alzheimer-Patienten:

    Hirngewebe eines gesunden Menschen:

Quelle: Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 28.

     11 Die folgenden Ausführungen richten sich nach Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 27ff.. 12 Vgl. Abbildung 2.

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    Senile Plaques und Knäuel findet man aber auch im Verlauf der normalen Alterung und beim Down-Syndrom. Im Gegensatz zu der Alzheimer-Krankheit kommen sie aber im normalen Alterungsprozess in einer weniger großen Häufigkeit vor. Nur wenn

    13unzählige Neuronen betroffen sind, werden Gedächtnis und Denken beeinflusst.

Abbildung 3: Darstellung eines Neurons

Quelle: Medicine-Worldwide, (2001).

    Das Alter des an Alzheimer erkrankten Menschen gibt einen Hinweis auf die Schwere des Verlaufs. Das bedeutet, dass die Alzheimer-Krankheit um so stärker ausgeprägt wird, je früher sie einsetzt.

Tabelle 1: Zusammenhang zwischen Alter beim Ausbruch der DAT und

    Überlebensdauer

    Alter bei Krankheits-Anteil der Fälle Prozent durchschnittliche Längste

    ausbruch (Jahre) (Prozent) insgesamt Überlebensdauer Überlebensdauer

    (Jahre) (Jahre)

     44 3 3 4,5 6,0

    45 49 2 5 6,1 9,9

    50 54 5 10 7,2 12,2

    55 59 7 17 8,5 16,1

    60 64 14 31 8,4 22,2

    65 69 19 50 8,5 18,1

    70 74 17 67 8,4 21,3

    75 79 18 85 6,1 11,9

    80 84 10 95 5,0 13,4

    85 5 100 4,1 8,3

    Quelle: Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 30.

     13 Vgl. Abbildung 3.

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    143 Statistische Erkenntnisse

    3.1 Zusammenhang zwischen Alter und Ausbruch der Krankheit

    Erste Ergebnisse über den Zusammenhang zwischen dem Alter beim Ausbruch der Krankheit und der Überlebensdauer wurden mit Angaben aus den Jahren 1952 bis 1972 geschlossen. Um die Ergebnisse zu aktualisieren und mit den Zahlen aus neuerer Zeit zu vervollständigen, muss man nur etwa eineinhalb Jahre zu der durchschnittlichen Überlebensdauer hinzurechnen. Das hat den Grund, dass die Gesundheitsfürsorge deutlich verbessert wurde. Eine genaue Analyse, nur mit Angaben aus neuerer Zeit, ist nicht möglich, da nicht genügend Zahlenangaben vorhanden sind.

    Wieder wird erkennbar, dass die Lebensdauer bei einem frühen Beginn der Krankheit geringer ist. Das entspricht der medizinischen Erfahrung mit chronischen Krankheiten wie Alzheimer: Je früher sie ausbrechen, desto schwerer und kürzer ist der Krankheitsverlauf. Beginnt die Krankheit erst in höherem Alter, lässt sich die kürzere Überlebensdauer auch mit anderen Todesursachen, wie Krebs oder Herzkrankheiten,

    15die mit fortschreitendem Alter auch zunehmen, erklären.

3.2 Altersspezifische Risikoangaben innerhalb der Verwandtschaft

    Im Fall von Alzheimer ist es schwer, eine Aussage über das Restrisiko zu stellen. Untersuchungen über das Gesamtrisiko verschiedener Altersgruppen, die mit Alzheimer-Patienten verwandt sind, an Alzheimer zu erkranken, ergaben für Geschwister und Kinder eine Risikozunahme je Zeitabschnitt um konstante drei bis vier Prozent. Das bedeutet für die Verwandten eines Alzheimer-Patienten ein größeres Risiko, die Krankheit in einem jüngeren Lebensalter zu bekommen. In der Kurve in Abbildung 4 lässt sich erkennen, dass ein Verwandter dritten Grades beziehungsweise jemand aus der allgemeinen Bevölkerung etwa 14 Jahre später an Alzheimer erkranken würde als ein Verwandter ersten Grades.

    Bei einer prozentualen Untersuchung über das Risiko von Menschen, an Alzheimer zu erkranken, ist besonders wichtig, auf das Alter einzugehen. Denn bei Alzheimer hat ein bestimmtes Risiko für einen 50jährigen eine ganz andere Bedeutung als für einen 80jährigen Menschen.

     14 Die folgenden Ausführungen richten sich nach Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 67f. 15 Vgl. Tabelle 1.

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    Abbildung 4: Das altersabhängige Gesamtrisiko der Alzheimer

    Demenz (DAT)

Quelle: Heston, L. L./White, J. A., (1993), S. 68.

    Gemessen an den anderen Risiken unseres Lebens ist die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken, nicht groß. Deshalb können die meisten Angehörigen eines Alzheimer-Patienten diese Risiken ignorieren. Riskant wird es erst, wenn in einer Familie eine Besonders schwere Erkrankung aufgetreten ist. Dann steigt das Risiko der Verwandten, ebenfalls an Alzheimer zu erkranken, merklich an. Das heißt: Je früher Alzheimer ausbricht und je mehr Verwandte betroffen sind, desto schwerer ist die Krankheit und desto höher das Risiko für weitere Familienmitglieder, ebenfalls zu erkranken.

    Doch obwohl Alzheimer eindeutig eine vererbbare Krankheit ist, erkranken auch etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen, die nur lange genug leben, an Alzheimer.

    164 Krankheitsverlauf

    Die Alzheimer-Demenz lässt sich grob in verschiedene Krankheitsstadien einteilen, wobei allerdings die Individualität eines jeden Menschen beachtet werden muss.

     16 Die folgenden Ausführungen richten sich nach Niemann-Mirmehdi, M./Richert, A./Neumann, E.-M., (1998), S. 12ff..

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