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Arbeit in Fachdidaktik (Entwurf)

By Terry Parker,2014-06-03 00:12
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Arbeit in Fachdidaktik (Entwurf)

    Unsere Hölzer

    Werkstatt von Joseph Birrer

Inhalt:

    Die Lernenden lernen die ökologisch und wirtschaftlich wichtigsten mitteleuropäischen

    Holzarten kennen.

Unterrichtsmethode: Werkstattunterricht

    In einer Werkstatt wird stets etwas konstruiert. Das Ergebnis des Lernprozesses kann man sehen, lesen, anfassen, riechen, spüren oder hören. An jedem Posten finden die Lernenden schriftliche Aufträge und Lernangebote. Sie bearbeiten diese nach

    individuellem Tempo.

Fachliches Review:

    Fredy von Holzen, Berufsbildungszentrum Willisau

Fachdidaktisches Review:

    Urs Frey, Fachdidaktiker, ETH Zürich

Publiziert auf EducETH:

    19. November 2007

Rechtliches:

    Die vorliegende Unterrichtseinheit darf ohne Einschränkung heruntergeladen und für Unterrichtszwecke kostenlos verwendet werden. Dabei sind auch Änderungen und Anpassungen erlaubt. Der Hinweis auf die Herkunft der Materialien (ETH Zürich, EducETH) sowie die Angabe der Autorinnen und Autoren darf aber nicht entfernt werden.

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Weitere Informationen:

    Weitere Informationen zu dieser Unterrichtseinheit und zu EducETH finden Sie im Internet unter http://www.educ.ethz.ch oder unter http://www.educeth.ch.

ETH Institut für Verhaltenswissenschaften

Werkstattunterricht zum Thema

UNSERE HÖLZER

    Die ökologisch und wirtschaftlich wichtigsten mitteleuropäischen Holzarten im Fach Holzkunde an Berufsschulen für Forstwarte, Schreiner, Zimmerleute und Säger im ersten oder zweiten Lehrjahr.

VORKENNTNISSE DER LERNENDEN

    Diese Werkstatt bedarf keinerlei Vorkenntnisse. Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass die Lernenden in der praktischen Bearbeitung von Holz einige Erfahrungen haben. Sie haben viel mit Holz zu tun, halten es oft in den Händen und arbeiten damit.

    Jahrringe der Lärche mit Früh- und Spätholzzonen (Aus: Schweingruber 1990, 112)

ZIELPUBLIKUM Forstwarte, Schreiner, Zimmerleute

     und Säger

DAUER DER GESAMTEN WERKSTATT Mindestens 6 Lektionen à 45 Minuten

AUTOR Josef Birrer

BETREUER Paul Pfaffhauser

     Fredy von Holzen

Nicht erprobte Fassung vom 20.2.2007

INHALTSVERZEICHNIS

ARBEITSANLEITUNG

LERNPASS

POSTEN 1 Schicht um Schicht

     Auftrag 1 Der schematische Aufbau des Stammes

     Auftrag 2 Die Funktionen und Eigenschaften der Stammbereiche

POSTEN 2 Der Sache auf den Kern gehen

     Auftrag 1 An was erinnert dich der Gegenstand?

     Auftrag 2 Aussage um Aussage für Kern oder Splint

     Auftrag 3 Die Beanspruchung des Werkzeugs beim Bearbeiten

POSTEN 3 Nicht nur Früchte werden reif

     Auftrag 1 Die Varianten der Kernbildung

     Auftrag 2 Die Eigenschaften der Inhaltsstoffe

     Auftrag 3 Die Verkernungsvarianten im Bild

POSTEN 4 Zwei unterschiedliche Geschwister

     Auftrag 1 Einige Holzmuster gruppieren

     Auftrag 2 Die Funktionen der Zellarten

     Auftrag 3 Das Nadelholz und das Laubholz im Bild

POSTEN 5 Durch Holz kann man blasen

     Auftrag 1 Ein Blasversuch

     Auftrag 2 Zwei Holzausschnitte zeichnen

     Auftrag 3 Drei Bilder zuordnen

POSTEN 6 Schnitt um Schnitt

     Auftrag 1 Die drei Schnittebenen auf einem Schema erkunden

     Auftrag 2 Die drei Schnittebenen an Mustern erkunden

     Auftrag 3 Aussagen zu den drei Schnittebenen zuordnen

POSTEN 7 Genial radial und tangential

     Auftrag 1 Das Beschriften einer Darstellung

     Auftrag 2 Die drei Schnittebenen im Bild

     Auftrag 3 Die Holzelemente zeichnen

POSTEN 8 Suche die Buche

     Auftrag 1 Das Buchenholz erkennen

     Auftrag 2 Die Merkmale des Buchenholzes

     Auftrag 3 Die Eignung des Buchenholzes

POSTEN 9 ‚Buch’ kommt von ‚Buche’

     Auftrag 1 Das Dämpfen der Buche

     Auftrag 2 Die Vor- und Nachteile von Buchenholz

     Auftrag 3 Die Verwendung in der Umgebung

     Auftrag 4 Buche oder Platane

POSTEN 10 Rot oder weiss?

     Auftrag 1 Die Informationen studieren

     Auftrag 2 Einige Aussagen zuordnen

     Auftrag 3 Die Fehler korrigieren

     Auftrag 4 Die Kennzahlen herauslesen

POSTEN 11 Was die Nase weiss

     Auftrag 1 Die Holzart durch Riechen bestimmen

     Auftrag 2 Die Holzart visuell unterscheiden

     Auftrag 3 Die Bilder von Rot- und Weisstannen zuordnen

POSTEN 12 Küsse, Nirnen, Birschen

     Auftrag 1 Die Hölzer beschreiben

     Auftrag 2 Einige Holzbilder und Texte richtig zuordnen

     Auftrag 3 Bilder der drei Bäume richtig zuordnen

POSTEN 13 Das Parkett-Quartett

     Auftrag 1 Die Beschreibung eines Bestimmungsschlüssels lesen

     Auftrag 2 Einen Schlüssel selber erarbeiten

     Auftrag 3 Die vier Hölzer zuordnen

POSTEN 14 Holz online

     Auftrag 1 Die Antworten aus dem Internet suchen

     Auftrag 2 Mehr Antworten aus dem Internet suchen

ANHANG 1 TESTFRAGEN ZUR WERKSTATT

     SERIE A UND SERIE B

     2 ANTWORTEN ZU DEN TESTFRAGEN

     SERIE A UND SERIE B

     3 MATERIALLISTE

     4 LERNZIELE

     5 QUELLENVERZEICHNIS

ARBEITSANLEITUNG

Einleitung

    Der Werkstoff Holz ist als Rohstoff die Grundlage für die Berufe des Forstwartes, Schreiners, Zimmermanns oder Sägers. Obwohl in der zeitgenössischen Bauwirtschaft Holzwerkstoffe und Kunststoffe einen wichtigen Platz einnehmen, hat das natürlich gewachsene Massivholz seine traditionsgemässe Stellung als Werkmaterial nicht verloren. Für den Lehrling ist deshalb die Auseinandersetzung mit den nötigen theoretischen Kenntnissen zu den verschiedenen Holzarten mit ihrem Aussehen, ihren Eigenschaften, ihrem Aufbau und den Verwendungsmöglichkeiten unablässig.

    Ein Baumstamm besteht aber nicht nur aus Holz. Die Rinde ist ein ebenso wichtiger wie interessanter Bestandteil. Allerdings ist diese für uns weniger von Bedeutung als das Holz. Deshalb wird in dieser Werkstatt auch nicht speziell auf die Rinde eingegangen.

Anleitung für die Lehrperson

    Sehen Sie vor dem Einsatz dieser Werkstatt die Posten sorgfältig durch. Entscheiden Sie selber, welche Themen Sie auswählen oder weglassen möchten. Die Hälfte der Posten (Nr. 1, 4, 6, 8, 10, 12, 14) ist unabhängig und kann beliebig weggelassen werden. Die andere Hälfte der Posten kann nur gelöst werden, wenn zuvor ein bestimmter anderer Posten bearbeitet wurde. Es ist also nicht zwingend, alle Posten aufzulegen. Allerdings wäre es ungeschickt, einen Posten ohne seinen Vorgänger zu verwenden. Eine gute Postenübersicht vermittelt Ihnen der Lernpass.

Ein Posten besteht aus mehreren Bestandteilen: Das Postentitelblatt mit der

    grossen Postennummer und den wichtigsten Angaben zum Posten kann beim Posten aufgehängt werden. Es dient der Orientierung im Unterrichtsraum und als Information über die Bedingungen des Postens. Das Auftragsblatt und die bei den

    meisten Posten vorhandenen Vorlagen liegen beim Posten als Einzelexemplare auf.

    Sie bleiben beim Posten und können laminiert werden. Ein weiterer Bestandteil der Posten ist das Material, das zum Lösen der Aufgaben verwendet wird.

    Die Arbeitsblätter für die Schüler werden zu Beginn des Unterrichts verteilt oder bei den jeweiligen Posten in genügender Anzahl aufgelegt. Jeder Schüler hat seine persönlichen Arbeitsblätter und ebenso einen persönliche Arbeitspass, der vorher

    verteilt wird. Der Pass dient als Übersicht und als Checkliste. Gehen Sie mit den Schülern diesen Lernpass kurz durch.

    Die Lösungsblätter werden nicht verteilt. Für das Korrigieren der Arbeitsblätter gibt es verschiedene Varianten. Sie können zum Beispiel als Abschluss der Werkstatt die Schüler in Gruppen ihre Lösungen vergleichen und besprechen lassen, wobei sie im zweiten Teil der Gruppenarbeit die Lösungen verteilen. Sie können die Arbeitsblätter auch im Klassenverband korrigieren. Oder Sie können die Lösungen nach der Werkstatt auflegen und jeder Schüler geht seine Aufgaben selber korrigieren.

Einführung für die Lernenden zu Beginn der Werkstatt

    Konzipiert als kurzer Lehrervortrag. Zeigen sie dazu die Folie (Vorlage auf der übernächsten Seite).

    „Wir arbeiten heute an einer Werkstatt mit dem Titel ‚Unsere Hölzer’. Im Zimmer verteilt seht ihr einige Arbeitsposten. An jedem Posten könnt ihr zum Thema Holz etwas lernen und erfahren. Ihr macht in den folgenden … (Anzahl) Lektionen eine Art Postenlauf. Zu Beginn werde ich euch kurz die Regeln zu diesem Postenlauf bekannt geben:

    1. Es gibt obligatorische und fakultative Posten. Ihr sollt am Ende alle obligatorischen Posten besucht haben. Die fakultativen Posten absolviert ihr nur, wenn ihr schon alle obligatorischen Posten besucht habt oder wenn gerade kein Platz frei ist bei dem Posten, den ihr noch braucht. Wenn ihr an einem Posten arbeitet, so müsst ihr sämtliche aufgeführten Aufträge lösen.

2a. Ich verteile euch nun die Arbeitsblätter. Für die meisten Posten gibt es ein

    solches Arbeitsblatt, auf welchem ihr eure Beobachtungen und Resultate eintragen könnt. Es sind eure persönlichen Ergebnisse, die ihr bis zum Schluss behaltet. ODER

    2b. Ihr erhält bei den meisten Posten ein Arbeitsblatt, auf welchem ihr eure

    Beobachtungen, Lösungen und Resultate stets eintragen könnt. Sammelt alle

    ausgefüllten Arbeitsblätter.

3. Bei jedem Posten findet ihr ein Postentitelblatt mit den wichtigsten Angaben.

    Gross darauf zu sehen ist die Nummer des Postens.

    Unter dem Begriff ‚Voraussetzung’ ist bei einigen Posten eine Nummer aufgeführt.

    Sie bezeichnet jenen Posten, den man bearbeitet haben muss, bevor man diesen Posten angehen kann.

    Auf dem Postentitelblatt steht auch, wie lange man für einen Posten Zeit hat.

    Kontrolliert selber, dass ihr die angegebene Zeit nicht überschreitet. Ebenfalls ist auf dem Postentitelblatt zu sehen, ob man ihn alleine bearbeiten muss, oder ob auch noch eine zweite Person dazukommen kann. Falls Partnerarbeit

    gestattet ist, findet ihr auf dem Postentitelblatt das Symbol ;(;), sonst ist es nur

    ein Smile ;. Die Zweiergruppen ergeben sich aber zufälligerweise. Ihr beginnt alle alleine an einem Posten. Wenn ihr fertig seid, haltet ihr nach einem neuen Posten Ausschau. Kommt ihr zu einem Posten, an dem schon jemand arbeitet, und der für Partnerarbeit zugelassen ist, so dürft ihr euch dazusetzen und mitmachen. Sonst arbeitet ihr alleine weiter.

    Weiter sind auf dem Postentitelblatt alle Vorlagen und alle Materialien aufgelistet,

    die ihr zum Lösen der Aufträge braucht. Versichert euch vor dem Start, ob auch alles bereit liegt.

    Als letzter Punkt stehen auf dem Postentitelblatt die Lernziele. Es sind jene

    Fähigkeiten, die ihr haben sollt, wenn ihr diesen Posten wieder verlasst. Pro Posten sind das zwischen 2 und 5 Lernziele. Bevor ihr einen Posten verlasst, vergewissert ihr euch, ob diese Lernziele erreicht sind. Dies könnt ihr im Lernpass vermerken.

    4. Der Lernpass begleitet euch auf eurer Reise von Posten zu Posten. Er enthält alle Postenbedingungen (Voraussetzung, obligatorisch oder fakultativ, Zeit, Möglichkeit zur Partnerarbeit) in einer Tabelle aufgelistet. In der letzten Spalte dieser Tabelle habt ihr die Möglichkeit, die von euch erreichten Lernziele einzukreisen (Check).

Beispiel:

    Beim Posten 1 hat es drei Lernziele. Wenn ihr alle Aufträge dieses Postens gelöst habt, lest ihr die Lernziele und überlegt euch, ob die erreicht sind. Wenn ihr von den drei Lernzielen nur die Ziele Nummer 1 und 2 erreicht habt, dann kreist ihr diese beiden Nummern ein und nehmt euch noch etwas Zeit, um auch das dritte Ziel zu erreichen.“

    3 Mögliche Tafelanschrift:

„Dann kreist ihr auch dieses Ziel ein und geht zum nächsten Posten.

    Schreibt euch Informationen, die euch für das Erreichen der Lernziele wichtig erscheinen, auf die (Rückseite der) Arbeitsblätter der jeweiligen Posten. Die Lernziele bilden die Grundlage für eine Prüfung, die wir nach Abschluss der Werkstatt machen werden. Arbeitet also genau und konzentriert!

    Ihr könnt euch jetzt an die Posten verteilen und mit der Werkstatt beginnen. Dazu braucht ihr noch den Lernpass, der hier vorne aufliegt. Nehmt auch ein Schreibzeug mit und schreibt den Lernpass gleich mit eurem Namen an. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr strecken, dann komme ich vorbei, um euch beizustehen.

Viel Spass!“

SYMBOLE AUF DEM POSTENTITELBLATT

    Nur Einzelarbeit gestattet

    ()

    Auch Partnerarbeit gestattet

!

    Obligatorischer Posten

?

    Fakultativer Posten

    UNSERE HÖLZER LERNPASS

    Name/Klasse __________________________

     Voraussetzung Obligatorisch Anzahl Zeit Check 3)Thema Form 1)2)4)Nr. (Posten Nr.) / Fakultativ Aufträge (Minuten)

    Keine 20 30 1 2 3 Schicht um Schicht Obligatorisch 2 1 ;

    20 30 1 2 3 Der Sache auf den Kern gehen Obligatorisch 3 2 1 ;(;)

    25 35 1 2 3 Nicht nur Früchte werden reif Obligatorisch 3 3 1 ;

     Keine40 50 1 2 3 Zwei unterschiedliche Geschwister Obligatorisch 3 4 ;

    25 35 1 2 3 Durch Holz kann man blasen Obligatorisch 3 5 4 ;

     Keine30 40 1 2 3 Schnitt um Schnitt Obligatorisch 3 6 ;

    20 30 1 2 3 Genial radial und tangential Fakultativ 3 7 6 ;

     Keine30 40 1 2 3 4 Suche die Buche Obligatorisch 3 8 ;(;)

    40 50 1 2 3 ‚Buch’ kommt von ‚Buche’ Fakultativ 4 9 8 ;

     Keine40 50 1 2 3 Rot oder weiss? Obligatorisch 4 10 ;

    20 30 1 2 3 Was die Nase weiss Fakultativ 3 11 10 ;

     Keine30 40 1 2 3 Küsse, Nirnen, Birschen Obligatorisch 3 12 ;(;)

    35 45 1 2 3 Das Parkett-Quartett Fakultativ 3 13 12 ;(;)

    Keine 35 45 1 2 Holz online Fakultativ 2 14 ; 1) Der aktuelle Posten kann nur gelöst werden, wenn der in dieser Spalte angegebene Posten vorher absolviert wurde. 2) Sämtliche Aufträge eines obligatorischen Postens sind obligatorisch, alle Aufträge der fakultativen Posten (graue Felder) sind fakultativ. 3) Bei allen Posten kann in Einzelarbeit ; gearbeitet werden. Bei einigen Posten ist auch Partnerarbeit erlaubt ;(;). 4) Die Zahlen 1, 2, 3 oder 4 entsprechen den Nummern der Lernziele dieses Postens. Die Nummern der erreichten Lernziele bitte einkreisen!

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