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Anhang zu den Psalmen

By Karen Austin,2014-06-03 00:04
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Anhang zu den Psalmen

    Anhang zu den Psalmen

     I. Zur Übersetzung der Psalmen

    Genauigkeit war auch für die Psalmenübersetzung oberster Grundsatz. Es wurde unter Zuhilfenahme vieler deutscher Übersetzungen versucht, dem hebr. Text möglichst gerecht zu werden. Der Psalter ist hebräische Dichtung und bewegt sich auf einem hohen sprachlichen Niveau. Dem sollte eine Übersetzung Rechnung tragen. Es ist daher nicht zu erwarten, dass die Sprache leicht und ohne weiteres verständlich ist. Dichtung (im Dt. von ?dicht“) ist komprimierte Botschaft und will zum Nachsinnen

    führen, wozu hohes Sprachniveau beitragen soll.

     Die vielen Fußnoten sind unerlässlich, da das Hebräische oft alternative Wendungen oder Begriffe zulässt, die dem Leser nicht vorenthalten werden sollen. Beim erbaulichen Lesen der Psalmen darf man sie ignorieren.

     II. Der Grundtext

    Der Übersetzung liegt der Masoretische Text zu Grunde. Die Masoreten sind Überlieferer der hebräischen Bibel. Sie edierten den hebr. Text des Alten Testaments. Dieser setzte sich in der Folge als maßgeblicher durch.

    1Im engeren Sinn sind meist diejenigen Masoreten gemeint, die etwa

    zwischen 780 und 930 in Tiberias den Bibeltext einer sehr genauen Prüfung unterzogen und ein eigenes, hochentwickeltes System zur genaueren Fixierung des Textes entwickelten (Vokalisierung des Konsonantentextes durch Setzen von Punkten und Strichen unter Konsonanten, Einfügungen verschiedener Zeichen zur Trennung bzw. Verbindung von Wortgruppen).

    Einige Verse aus den Psalmen werden im NT (in griechischer Sprache) zitiert: 2,1.2.7; 5,10; 8,3.5-7; 10,7; 14,1-3; 16,8-11; 18,50; 19,5; 22,2.19.23; 32,1.2; 34,13-17.21; 36,2; 40,7-9; 41,10; 44,23; 45,7.8; 51,6; 53,1-3; 68,19;

     1 Überliefert sind vor allem die Namen der Masoretenfamilien Mosche Ben Ascher und Ben Naftali.

    69,5.10.23.24.26; 78,2.24; 82,6; 91,11.12; 94,11; 95,7-11; 97,7; 102,26-28; 104,4; 109,8; 110,1.4; 112,9; 116,10; 117,1; 118,6.22.23.25.26; 135,14; 140,4. Nicht immer stimmen die ntl. Zitate genau mit dem hebr. Text überein. Die Unterschiede sind zwar klein, aber dennoch ergibt sich dadurch für den Bibelübersetzer und Bibelleser ein Problem. Er muss sich fragen: Welcher Text ist der richtige? Haben die Masoreten, die ja nicht Christen waren, es gewagt, den heiligen Text anzutasten? Hatten sie eine schlechte Textvorlage? Liegt es an einer falschen Vokalisierung? Oder haben die ntl. Verfasser nicht genau zitiert bzw. übersetzt? (Die vom Heiligen Geist inspirierten ntl. Verfasser griffen, wenn sie das AT zitierten, oft auf die [bzw. eine] gr. Übersetzung des AT zurück, oder sie übersetzten direkt aus dem Hebräischen.] Oder handelt es sich nicht um echte Zitate, sondern nur um Anspielungen?

     Die Antwort ist schwierig. An vielen ntl. Stellen wird deutlich angegeben, dass es sich um ein Zitat handelt. Und an vielen ist der ntl. Wortlaut genau derjenige der uns überlieferten gr. Übersetzung des AT. In solchen Fällen darf man den im NT zitierten gr. Text als den richtigen annehmen.

     Es ist nicht immer eindeutig, ob der ntl. Verfasser zitiert oder auslegt. Möglicherweise hat z. Bsp. der Hebräerschreiber bewusst ?Ohren“ (Ps

    240,7) durch ?Leib“ (Heb 10,5) ersetzt. Oder er hatte genau zitiert, aber

    aus einer gr. Vorlage, die ?Leib“ statt ?Ohren“ hatte.

     Die vorliegende Psalmenübersetzung hält sich an den Masoretischen Text. Wenn sich ein neutestamentliches Zitat vom Masoretischen Text unterscheidet, wird in der Fußnote der entsprechende deutsche Wortlaut nach der griechischen Übersetzung bzw. nach dem neutestamentlichen Text wiedergegeben.

     2 S. d. Anm. im Üsgsk.

     III. Begriffserklärungen

    Es werden einige Wörter erklärt, die häufig vorkommen und daher nicht in den Fußnoten erläutert werden. Sie sind im Text mit Sternchen gekennzeichnet.

     aufrichtig; Aufrichtige; Aufrichtigkeit

    Jaschar bed.: eben; gerade; geradsinnig; aufrichtig; gerecht; recht; rechtschaffen; redlich. ?Von Herzen Aufrichtige“ bzw.

    ?Herzensgerade“ sind solche, die im Herzen und von Herzen gerade

    und aufrichtig sind bzw. leben.

     Ausspruch

    S. Wort.

     Bereich des Todes

    O.: Bereich der Toten; hebr: scheoll; gr.: hadees. Das Wort findet in dem

    Bereich Anwendung, der mit dem Tode einsetzt; gemeint ist der Bereich (und Zustand), in dem Verstorbene (ob gerettet oder verloren) sich befinden.

     Bergungsort

    Hebr. sether; eigtl.: Versteck [i. S. v.: Schutz; Schirm]; auch: Verborgenes

     Bote

    Hebr. mal-aach. Wie im Gr. kennt das Hebr. keinen speziellen Namen für ?Engel“. Ob es sich um einen himmlischen Boten – einen Engel

    oder um einen irdischen Boten handelt, muss aus dem

    Textzusammenhang erschlossen werden.

     Ehre

    S. Herrlichkeit.

     Ehrfurchtslose(r); ehrfurchtslos

    O.: Frevler; o.: Böser; das Wort bezeichnet nicht nur einen Gottlosen (d. h.: einen Menschen, der ohne Gott ist bzw. Gott nicht kennt), sondern auch jemanden, der Gottes Wort kennt, sich aber dagegen stellt oder es missachtet. Vgl. Ps 50,16ff. Im NT übersetzt Petrus (1P 4,18) das Hauptwort (rascha) mit ho asebees (der Ehrfurchtslose).

     Nicht jedes Vorkommen von ?Ehrfurchtslose(r)“ ist mit einem

    Sternchen versehen.

     elend; Elende(r); Elend

S. gebeugt; Gebeugte(r); Gebeugtsein.

     Flehen

    Wenn im Text mit Sternchen versehen, liegt hier tachannun zu Grunde:

    Flehen um Gunst o. Wohlwollen.

     Friede

    Schalom bed. auch (äußeres wie inneres) Wohl; Wohlergehen; Wohlbefinden; auch: Freundschaft (41,10); Unversehrtheit.

     Fromme(r); fromm

    Chassid bed. getreu; ergeben; fromm; heilig; auch: freundlich; gütig; mit

    dem Hauptwort (Mehrzahl: chassidim) werden die Getreuen, [Gott] Ergebenen, Frommen, Heiligen bezeichnet.

     gebeugt; Gebeugte; Gebeugtsein

    Anah bed.: gebeugt; elend; niedrig; erniedrigt; [nieder]gedrückt; gedemütigt; herabgekommen

     Das Hauptwort bed.: Gebeugtsein; Niedrigsein; Elend.

     gerade; Gerade; Geradheit

    S. aufrichtig.

     Gnade

    Der Begriff chessed kann neben Gnade auch Freundlichkeit o. Güte bzw. Huld bedeuten. Chessed steht oft in Verbindung mit ?Wahrheit“, ein Paar, das im NT mit charis (Gnade) und aleetheia (Wahrheit) wiedergegeben wird (Jh 1,17). In der vorliegenden Übersetzung ist chessed in den

    Psalmen immer mit ?Gnade“ wiedergegeben.

     Nicht jedes Vorkommen von ?Gnade“ ist mit einem Sternchen

    versehen.

     gnädig; sei mir gnädig

    Das Verb chanan bed. gnädig sein; geneigt sein; aus Wohlwollen (be)schenken; begnaden. Die häufig vorkommende Wendung ?sei mir gnädig“ könnte man auch übersetzen mit: erweise mir Gunst; erweise

    mir Wohlwollen; sei mir wohl gesinnt.

     Gott

    Wenn mit Sternchen versehen, ist ?Gott“ die Übersetzung des hebr. El,

    ?Gott, der Mächtige“. Oft ist El mit ?Mächtiger“ wiedergegeben.

     Elohim, wenn auf Gott bezogen, ist immer mit ?Gott“ (ohne Sternchen)

    wiedergegeben.

     Eloach ist mit ?Gott“ (ohne Sternchen) wiedergegeben, aber mit der Anmerkung in der Fn.: d. i.: Gott, der Ehrfurcht Erweckende.

     Hallelu-Jah

    Hallelu-Jah bed. ?Preist Jah!“ bzw.: ?Preist den HERRN*!“ (Zu ?Jah“, der

    Kurzform von Jahweh, siehe unter: HERR.) Den Ausdruck Hallelu-Jah

    beließen wir unübersetzt; vgl. Off 19,1.3.4.6, wo der inspirierte gr. Schreiber den hebr. Ausdruck ebenfalls unübersetzt belässt.

     halten

    schamar: halten ‹und bewahren›; bewahren; wahren; beobachten; im

    Auge halten

     Hand; Hände

    Kaph ist die hohle/flache Hand; die Handfläche; die ausgebreitete Hand. Die Handflächen sind es, die man im Gebet zu Gott ausbreitet. Kaph

    kann vereinzelt auch synonym zu jad (Hand, Arm) gebraucht werden (Ps

    18,1; 71,4; viell. Hi 13,21); in manchen Fällen (z. Bsp. 1M 8,9A; 3M 11,27; Jos 3,13; Jes 1,6; 60,14) ist die Fußsohle gemeint. Wenn im Text Hand mit Sternchen versehen ist, liegt das hebr. kaph zugrunde, ansonsten jad.

     Heiden

    S. Völker.

     Heil

    Jescha und jeschu-ah bed.: Heil; Rettung; in manchen

    Zusammenhängen bed. jescha auch: Wohlfahrt; Sicherheit; Bewahrung.

     Im Psalmentext ist nicht jedes Vorkommen von ?Heil“ oder ?Rettung“ mit einem Sternchen versehen.

     Heilige(r)

    S. fromm; die Frommen.

     herabschauen; schaue herab

    o.: ?mit Genugtuung herabsehen“; gemeint ist ein Schauen [auf die Feinde], das über die [meist göttliche] Vergeltung Genugtuung empfindet, ein verachtendes Herabsehen. Luther gebrauchte dafür den Ausdruck: ?seine Lust sehen“ an jemandem bzw. an etwas. Im Hebr. steht das einfache Verb für ?sehen“ (ra-ah) und die Präposition für ?auf“ bzw.

    ?an“ (hebr.: be-).

     HERR; Herr

    Mit ?HERR“ wurde der im AT über 6800 Mal vorkommende Gottesname JHWH (unvokalisierte Konsonantenschreibweise) wiedergegeben.

     Die Aussprache des so gen. Tetragrammatons (Vierbuchstabenwortes) ist nicht gesichert. Sie muss von 2M 3,14-16 her erschlossen werden, wo Gott sagte: ehjeh ascher ehjeh (?Ich werde sein, der ich sein werde“, bzw. ?Ich bin ‹immer› der, der ich ‹ständig› bin“). Mose sollte in der 3. Person davon sprechen (?er wird sein ‹und ist immer›, der er ist ‹und sein

    h ascher jihjeh), also: ?Jihjeh … hat mich zu euch wird›“, hebr. jihje

    gesandt.“ Die Schreibweise JHWH scheint zu resultieren aus den

    Konsonanten von jihjeh: JHJH nach alter Schreibweise jahweh, also

    ja- statt ji- und -weh statt -jeh.

    3 H. von Siebenthal: ?Der alte westsemitische (und somit auch

    hebräische) Präformativvokal ist nachweislich a (also: ja- statt, wie

    später, ji- für ?er wird …“). Was die Buchstaben Waw (w) und Jod (j)

    angeht, so kommt es schon in der Überlieferung des hebräischen Bibeltextes immer wieder zu ?Vertauschungen“ (die beiden ähneln sich im Hebr. stark). Auch die dahinter stehenden Laute w und j erwiesen

    sich im Laufe der Sprachgeschichte gleichsam als Konkurrenten. Dies zeigen z. B. die Verbparadigmen der Wurzeln mit w oder j am Anfang

    oder in der Mitte: Manchmal tritt da w, manchmal j in Erscheinung

    (siehe die entsprechenden Verbalparadigmen). Diesem

    ?Schwanken“ zwischen w und j begegnet man auch bei der Wurzel HJH

    (hajah), ?sein; werden“ (häufigste Form). So gibt es innerhalb des Bibelhebräischen neben HJH (hajah) die seltene Form HWH (hawah)

    mit gleicher Bedeutung. Blickt man über den Rand des Hebräischen hinaus ins Westsemitische allgemein, so ist u. a. im Aramäischen (auch im Bibelaramäischen) die Wurzelform HWH (hawah), nicht HJH

    (hajah), gebräuchlich. Eine Deutung des Tetragrammatons im Sinne eines Qal mit der wörtlichen Bedeutung ?er wird sein; er ist immer“ (also

    futurisch bzw. durativisch) … scheint die Exodus-Stelle eindeutig

    nahezulegen.“

    4 Die richtige Aussprache scheint demnach ?Jahweh“ zu lauten. Das

    ?h“ nach Ja- wird aspiriert [gehaucht] ausgesprochen; die Betonung liegt auf der zweiten Silbe.

     3 in einem unveröffentlichtem Schreiben 4 In Brown-Driver-Briggs, dem Standardwörterbuch in der Gesenius-Tradition im englischsprachigen Raum, heißt es: „The pronunciation Jehovah was unknown until 1520, when it was introduced by

    Galatinus; but it was contested by Le Mercier, J. Drusius, and L. Capellus, as against grammatical and historical propriety (cf. Bö: ? 88). The traditional iabe of Theodoret and Epiphanius, the jeho-, jehu of

    compound n.pr. and the contracted form Jah all favour Jahweh […] – […] most take it as Qal of ;(hajah

    = hawah: the one who is: i.e. the absolute and unchangeable one; the existing, ever living, as self-

    consistent and unchangeable; or the one ever coming into manifestation as the God of redemption,

     Da im Spätjudentum verboten wurde, Gottes Namen auszusprechen, setzten die Masoreten bei der Vokalisation unter die Konsonanten JHWH die Vokale des Wortes adonai (?Herr“ bzw. ?mein Herr“) als

    Erinnerungshilfe für den Leser, dass er anstelle von JHWH

    ?adonai“ lesen sollte. So entstand die Schreibweise JeHoWaH (o. kurz:

    Jewa).

     Im griechischen NT ist der Gottesname mit rios (Herr)

    wiedergegeben. Die Wiedergabe von rios für JHWH in den ntl. AT-

    Zitaten ist also ungeachtet dessen, was der ursprüngliche Beweggrund dafür war durch den Heiligen Geist gleichsam geheiligt. Es erscheint daher nicht unangemessen, den Gottesnamen JHWH im Deutschen mit

    ?HERR (in Kapitälchen) wiederzugeben. An wenigen Stellen, wo es angemessen erschien (z. B. 83,19), setzten wir ?Jahweh.

     Der Gottesbegriff adonai wurde meistens mit ?mein

    Herr“ wiedergegeben, seltener nur mit ?Herr“ (ohne Kapitälchen; ohne Sternchen). Adonai ist ein Pluralwort (w.: ?meine Herren“), bei Bezug auf Gott aber mit Singularbedeutung (wobei auch das Verb im Singular steht). Der Name drückt eine persönliche Beziehung aus, die Herrschaft oder Besitzrechte einschloss.

     Der abgekürzte Name Jah ist in der vorliegenden Psalmenübersetzung mit HERR* (in Kapitälchen und mit Sternchen) wiedergegeben. In 68,5, wo es eher die Bed. eines Eigennamens annahm, beließen wir ?Jah“ unverändert. Den Ausdruck Hallelu-Jah beließen wir unübersetzt;

    vgl. Off 19,1.3.4.6.

     Herrlichkeit

    Hebr. kawood bed. meist Herrlichkeit; Ehre; Ansehen. Grundbedeutung: Schwere; Gewichtigkeit. Das Wort kann auch das eigene Ich, die Seele (als das Gewichtige, Kostbare) bedeuten.

    […], he will be it, i.e all that his servants look for […], he will approve himself (give evidence of being, assert his being …)”

     In dem heutigen internationalen Standardwörterbuch von Köhler-Baumgartner (Hebrew and Aramaic Lexicon of the Old Testament by Ludwig Koehler and Walter Baumgartner, 1994-2000 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands) heißt es: „that yahweh was the original form (…) is

    shown

     1) by the play on words with ehjeh, Ex 314

     2) by the transcription iaouai/e in Clement of Alexandria Stromata 5:6, 34 (Baudissin 2:116f:

    Ganschinietz in Pauly-W. 9:700: Ιαου)

     3) by the transcription iabe in Field on Ex 63 (Baudissin 2:222f)”. S. Biblworks 7.

     Hilfe, Helfen

    Wenn im Text mit Sternchen versehen, liegt das hebr. teschu-ah

    zugrunde; teschu-ah ist Hilfe i. S. v. Befreiung, Rettung; es kann in machen Zusammenhängen auch ?Sieg“ (144,10) bedeuten. In der Psalmenübersetzung wurde teschu-ah mit ?Hilfe“ o. ?Helfen“ (mit

    th adam in 60,13 u. 108,13: Sternchen; Ausnahme: teschu-a

    Menschenhilfe) übersetzt.

     Lauterkeit ; lauter; Lautere

    Thom bed. eigtl. Vollständigkeit; ungeteiltes Wesen; dann auch: Integrität; Unsträflichkeit; Unversehrtheit; Rechtschaffenheit; Lauterkeit; Vollkommenheit.

     Thamim (pl.: themimim) bed. untadelig; unsträflich; makellos; arglos; rechtschaffen; lauter; schlicht; vollkommen.

     Die Grundbedeutung ist: ganz; ungeteilt; vollständig. Wer lauter [o.: untadelig; vollkommen] ist, ist ungeteilt dem HERRN ergeben.

     Leitender Musiker

    Menazeach (leitend; Leitender) kann sich auf den musikalischen Leiter oder den Vorsänger oder den Chorleiter beziehen.

     loben

    Barach kann sowohl ?segnen“ (d. h.: Gutes aussprechen über

    jemanden/etwas) als auch ?loben“ bedeuten. Wenn mit ?loben“ übersetzt, ist dort, wo das zugrunde liegende Verb barach ist, ein Sternchen

    beigefügt.

     Mächtiger

    S. Gott

     Mensch

    Im Hebr. werden hauptsächlich zwei Wörter für ?Mensch“ verwendet:

     Enosch ist der Mensch als Schwacher, Hinfälliger, Sterblicher. Wenn enosch zugrunde liegt, ist das Wort ?Mensch“ mit Sternchen versehen.

     Adam, der Mensch als von Erde Genommener; in der Übersetzung: ?Mensch“ (ohne Sternchen)

     Michtam

    Das Wort bed. möglicherw. ?Gedicht“. Es kommt vor am Anfang von Ps 16 u. 56-60. Die Bedeutung des Wortes ist nicht gesichert.

     Musiker

    S. Leitender Musiker.

     Reden

    S. Wort.

     Retter

    Für ?Retter“ werden in den Psalmen verschiedene Wörter gebraucht.

    lti (?mein Retter“; nur in der ersten Person Einzahl vorkommend) Mepa

    bedeutet wörtlich: ?der, der macht, dass ich entrinne[n kann]“; das Nomen ist abgeleitet von dem Zeitwort ?entrinnen“. Wenn mepalti im

    Hebräischen zugrunde liegt, ist ?Retter“ mit einem Sternchen versehen.

     Das üblichere Wort für Retter ist moschija (von jascha, retten).

     Ein weiteres Wort ist mazzil, was so viel bed. wie ?der, der herausreißt“,

    ?der, der befreit“. Wir haben es mit ?Befreier“ übersetzt.

     rechtschaffen

    S. aufrichtig.

     richtig

    S. aufrichtig.

     schaue herab

    S. herabschauen.

     Sela

    ?Sela“ bed. ?empor“ und ist wahrscheinlich eine Bemerkung für die

    begleitende Musik, etwa: Zwischenspiel; o.: Pause; o.: Verstärkung (der Instrumentalbegleitung); o.: Anheben (der Stimme).

     selig

    Hebr. aschree [w.: Seligkeiten]; gr. makarios: selig; o.: ein Seliger ist [bzw.: wird sein]. ?Selig“ wird zwar im Deutschen heute seltener

    gebraucht, ist aber kräftiger als ?glückselig“ oder ?wohl dem“.

     singen; singen ‹und spielen›

    Zamar [piel] bed. ?singen; Psalmen singen; [mit Instrumenten] spielen; singen und spielen“. Es geht vor allem um ein Singen mit instrumentaler

    Begleitung. Manchmal steht die Instrumentalbegleitung stark im Vordergrund (z. Bsp. Ps 21,14; 27,6; 33,2; 57,8; 71,22; 98,5; 104,33; 105,2;

    108,2; 147,7; 149,3). An diesen Stellen wurde es mit ?spielen” übersetzt

    (mit Sternchen versehen). Man könnte das Wort wiedergeben mit ?sing-

    spielen“. An einigen Stellen (30,13; 57,10; 92,2) wurde nur

    ?singen“ übersetzt (ebenfalls mit Sternchen).

     Die gr. Üsg. gibt das Wort mit psallein (Psalmen singen) wieder. Ein

    Psalm (gr. psalmos) ist ein Lied mit Instrumentalbegleitung.

     spielen; singen ‹und spielen›

    S. singen.

     Stufenlied

    Eigtl.: ein Lied der Hinaufzüge; o.: Lied des Aufsteigens; der hebr. Ausdruck könnte sich auf das Hinaufziehen nach Jerusalem anlässlich der drei großen jüd. Feste (5M 16,16; vgl. 2M 34,24M) beziehen. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Name ?von dem stufenweise sich fortschreitenden Gedanken-Rhythmus“ der Ps 120-134 abgeleitet ist

    (Gesenius, bei Delitzsch) oder von einem geistlichen oder thematischen ?Hinaufziehen“ (mit dem Höhepunkt in Ps 132-134).

     Treue

    emunah: Treue (im Text mit Sternchen); auch: Festigkeit, Beständigkeit, Zuverlässigkeit

     Ein verwandter Begriff ist emeth: Wahrheit (im Text ohne Sternchen);

    emeth ist das Wahre, Wahrhaftige und daher Feste, Sichere, Dauerhafte.

     Übeltäter

    Eigtl.: solche, die Frevel tun; o.: die, die Ungerechtigkeit [o.: Nichtiges; Trügerisches] ausüben; hebr. po-alee awen

     untadelig

    S. lauter; Lauterkeit.

     Unterweisung

    Ein maskil (Vgl. die Überschrift der Psalmen 32, 42, 44, 45, 52, 53, 54, 55, 74, 78, 88, 89 und 142.) ist ein Lehrstück, Lehrgedicht; das Verb, von dem es abgeleitet ist (sakal), bed.: einsichtsvoll betrachten, klüglich handeln, einsichtig sein; im Hiphil (dem Kausativ-Stamm) bed. es auch:

    unterweisen, klug/einsichtig machen, lehren.

     Verordnungen

    o.: Rechte; Urteile; Gerichte; [richterliche] Entscheidungen bzw. allgemein [Gottes] Entscheidungen in Wort oder Tat

     vollkommen

    S. lauter; Lauterkeit.

     Völker

    Gojim bezeichnet im AT üblicherweise die heidnischen Völker, d. h., die Völker außerhalb Israels oder generell alle Völker, einschließlich Israel. Manchmal wird Israel mit goj (d. i. gojim in der Einzahlform) bezeichnet.

    Gojim sind oft nicht die Völker als Gesamtheit, sondern die einzelnen

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