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Die menschliche Zelle

By Betty Kelly,2014-06-03 00:00
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Die menschliche Zelle

„Das Auge“

Das Auge

Inhaltsverzeichnis:

    1. Einleitung ....................................................................................... 2 2. Das Auge ........................................................................................ 2 3. Netzhaut ......................................................................................... 6 4. Sehbahn ......................................................................................... 9 5. Regenbogenhaut ............................................................................ 12 5.1. Hornhaut ................................................................................. 13 6. Augenlinse .................................................................................... 15 7. Augenmuskeln ............................................................................... 17 7.1. Augenlider ................................................................................ 17 8. Tränenapparat ............................................................................... 20 9. Augenerkrankungen ....................................................................... 22 10. Literatur ..................................................................................... 24

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Das Auge

    1. Einleitung

    Mit dieser schriftlichen Arbeit versuche ich über das Thema „Das Auge“, den Aufbau, Funktion und Krankheiten des Auges näher einzugehen. Weiters möchte ich in dieser schriftlichen Arbeit die zuvor genannten Begriffe mittels Bilder genauer zu erläutern.

2. Das Auge

    Das Auge wird gewöhnlich mit einem Fotoapparat (oder moderner mit einer Videokamera) verglichen.

(Video-) Kamera: Auge:

    Gehäuse Lederhaut und knöcherne

    Wand der Augenhöhle

    Objektiv mit Entfernungseinstellung ; Hornhaut starr

    ; Augenlinse

    Blende Regenbogenhaut um Pupille

    Verschluss Lider (als „Objektivkappe“, Pupille

    kann nicht völlig geschlossen werden

    Film bzw. lichtempfindlicher Raster Netzhaut mit Lichtrezeptoren:

    ; Helligkeitsempfindlichen Stäbchen

    ; Farbempfindlichen Zapfen

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Das Auge

    Kabel zum Videorecorder Sehnerv + Sehstrang

    Schirmbild bzw. Videokassette Primäres Sehzentrum in Hinterlappen

    des Großhirns

    Betrachter (Fotograf) Übergeordnete Sehzentren des

    Großhirns

    Stromversorgung (Batterie) ; Energieversorgung über

    Blutkreislauf

    ; Blutgefäße sind besonders

    reichlich in der Aderhaut

    Zoom fehlt

    Ist die Kamera beschädigt, bringt man sie zur Reparatur. Das Auge repariert kleinere Schäden selbst, manchmal muss der Arzt mithelfen. Hat man die Kamera verloren, kauft man sich eine neue. Ein zerstörtes Auge kann man auch für noch so viel Geld nicht ersetzen. Mann kann zwar die Hornhaut verpflanzen, nicht aber ein vollständiges Auge.

    Scharfe Bilder bekommt man beim Fotoapparat nur dann, wenn das Bild genau auf den Film geworfen wird. Ebenso muss beim Auge das genau auf der Netzhaut liegen.

Berechnungsfehler: Ursache:

    ; Kurzsichtigkeit: Augapfel ist zu lang

    ; Weitsichtigkeit: Augapfel ist zu kurz

    ; Alterssichtigkeit: Augenlinse ist starr

    ; Stabsichtigkeit: Hornhaut ist nicht gleichmäßig

    gekrümmt

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Das Auge

    Das Bild von nahe vor dem Auge befindlichen Gegenständen liegt bei Ferneinstellung hinter der Netzhaut. Durch die stärkere Abkugelung der Linse (oder im Alter durch die Lesebrille) wird es nach vorn auf die Netzhaut gezogen. Der Augapfel kann jedoch so unglückliche Maße aufweisen, dass trotz Nah- und Ferneinstellung das Bild nicht immer auf die Netzhaut geworfen wird.

    Verzerrungen können entstehen, wenn die Hornhaut nicht gleichmäßig gekrümmt ist. Ist diese z.B. in der Horizontalen anders gekrümmt als in der Vertikalen, so entsteht die Stabsichtigkeit (Astigmatismus). Diese kann

    durch Vorsetzen von Zylindergläsern ausgeglichen werden. Die Stabsichtigkeit kann natürlich mit Kurz- oder Weitsichtigkeit verbunden sein. Auch Hornhautnarben bedingen Verzerrungen des Bildes. Sie sind dann meist nicht durch eine Brille, oft aber durch Kontaktlinsen („Haftschalen“) auszugleichen. In manchen Fällen hilft nur die Hornhautverpflanzung.

    A Horizontalschnitt durch den linken Augapfel; untere Hälfte. B F Brechungsfehler des Auges. Bei der Weitsichtigkeit (Hyperpoie) ist das Auge zu kurz (B + C), bei der Kurzsichtigkeit (Myopie) zu lang (D - F).

    Dem Kurzsichtigen kann durch Vorsetzen einer Streulinse geholfen werden. Das Bild wird dadurch nach hinten verlagert (F). Dem Weitsichtigen nützt

    eine Sammellinse, die das Bild nach vorn zieht (C).

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    3. Netzhaut

2 Arten Lichtsinneszellen in der Netzhaut:

    ; Stäbchenzelle: nur helligkeitsempfindlich

    ; Zapfenzelle: farbempfindlich

    In der Kamera legt man den Film so ein, dass die lichtempfindliche Schicht dem Licht zugewandt ist. Beim menschlichen Auge ist es gerade umgekehrt. Das Licht muss erst acht Schichten der Netzhaut durcheilen, bis es auf die lichtempfindliche Schicht der Stäbchen und Zapfen trifft. Dies hat einen einfachen Grund. Im Fotoapparat kann man den Film wechseln: Für Urlaubsfotos am hellen Strand nimmt man einen Normalfilm, für Aufnahmen im Museum oder Theater einen hochempfindlichen Film usw. Die Netzhaut muss ihre Lichtempfindlichkeit selbst regulieren: Sie umhüllt die leichempfindlichen Stäbchen und Zapfen verschieden weit mit einem dunklen Pigment. Die Stäbchen und Zapfen müssen also der Pigmentschicht anliegen, damit sich diese nach Bedarf zwischen die Stäbchen und Zapfen schieben kann. Da man die dunkle Schicht natürlich nicht vor das Licht stellen kann, ist das hochentwickelte Wirbeltierauge als „umgekehrtes Auge“ gebaut. Der zunächst naheliegende Bau, die lichtempfindlichen Zellen dem Licht zuzuwenden, kommt nur bei niederen Tieren vor.

    ; Wegen der Blutgefäße leuchtet die Netzhaut bei der Augenspiegelung

    (Ophthalmoskopie) rot auf.

    ; Die größeren Blutgefäße laufen alle auf eine helle Scheibe, die

    Sehnervenpapille, zusammen. An ihr verlassen die Nervenfasern der

    Netzhaut das Auge, um zum Zwischenhirn zu ziehen. An dieser Stelle

    treten auch die Blutgefäße in das Augeninnere ein. Da hier praktisch ein

    Loch in der Netzhaut ist, kann man an dieser Stelle nicht sehen. Es

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    handelt sich um den sogenannten „blinden Fleck“. Normalerweise

    bemerkt man diesen Gesichtsfeldausfall nicht, da man mit zwei Augen

    sieht und die blinden Flecke nicht zusammenfallen. Außerdem

    „ergänzt“ auch beim einäugigen Sehen das Großhirn den Ausfall.

    ; Man kann sich leicht vom Vorhandensein des blinden Flecks überzeugen. ; Wenn man das Auge auf einen Punkt fixiert, so wird dessen Bild an der

    Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut abgebildet. Diese Stelle

    („Makula“) sieht im Augenhintergrundbild leicht gelblich aus. Sie wird

    daher auch „gelber Fleck“ genannt.

A Mikroskopisches Bild der Netzhaut (Vergrößerung 400fach)

    B Schema zu Abb. A. Die Bezifferung der Schichten 1 bis 10 entspricht dem Gang des Lichts: Erst nach drei Schichten von Zellkernen erreicht es die lichtempfindlichen Stäbchen und Zapfen. Lebendes Gewebe ist jedoch durchsichtig, sofern nicht Farbstoffe usw. eingelagert sind. C + D Verhalten des Pigmentpithels im Dunkeln (C) und bei starker Belichtung (D). Das Pigment kann verschieden weit zwischen die lichtempfindlichen Stäbchen und Zapfen vorgeschoben werden. Diese Abschirmung bietet über die Weitenveränderung des Sehlochs und der Lidspalte hinaus einen zusätzlichen Blendungsschutz.

    E Foto des Augenhintergrundes. Die Netzhaut kann man auch beim lebenden Menschen mit Hilfe des Augenspiels direkt betrachten. Das Prinzip ist einfach: Man blickt parallel mit einem hellen Licht durch die Pupille in das Auge. Dazu wird das Licht über einen Spiegel in das Auge geworfen. In der Mitte des Spiegels ist ein Loch, durch das der Betrachter bzw. die Kamera sieht.

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Das Auge

    4. Sehbahn

Weg der Nervenerregung nach einem Lichtreiz:

    ; 3 Schichten Nervenzellen in der Netzhaut

     Sehnerv ;

    ; Sehnervenkreuzung

    ; Sehstrang

    ; äußerer Kniehöcker des Zwischenhirns

    ; Sehstrahlung

    ; Sehrinde im Hinterhauptlappen

    A Lage der Augäpfel und der Sehnerven in den Augenhöhlen. Die Schädelknochen sind von oben her abgemeißelt.

    B Bau der Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut (Makula, gelber Fleck). Hier ist die Netzhaut so gebaut, dass das Bild möglichst wenig verfälscht wird. Diese Stelle ist frei von größeren Blutgefäßen. Die inneren Schichten der Netzhaut weichen etwas zur Seite. Am gelben Fleck gibt es nur die tageslichtempfindlichen Zapfen. Im Dunkeln kann man daher nicht scharf sehen.

    C Schema der Sehbahn. Blindheit kann nicht nur durch Erkrankung des Auges, sondern auch durch eine Störung in jeder der 7 Teilstrecken der Sehbahn bedingt sein. Dabei sind auch Teilblindheiten möglich, d. h., Ausfall bestimmter Bereiche des Gesichtsfelds. In der Sehnervenkreuzung kreuzen jeweils nur die Nervenfasern, die zu den äußeren Gesichtshälften gehören. Also finden sich im linken Sehstrang die Nerven der rechten (schwarz), im rechten die der linken (gelb) Gesichtshälfte. Im rechten Großhirn wird verarbeitet, was wir links sehen, im linken, was wir rechts sehen. Im Mittelhirn werden sie Sinneseindrücke mit den Bewegungen der Augen- und Körpermuskeln gekoppelt. Bei Zerstörung eines Sehnervs ist das betreffende

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