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MASARYKOVA UNIVERZITA

By Paul Cook,2014-05-08 16:36
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MASARYKOVA UNIVERZITA

    MASARYKOVA UNIVERZITA

    FILOZOFICKÁ FAKULTA ÚSTAV GERMANISTIKY, NORDISTIKY A NEDERLANDISTIKY

    BC. VERONIKA MARTINCOVÁ

NĚMECKÉ VÝPUJČKY V JIHOSLOVANSKÝCH

    JAZYCÍCH

    EXEMPLÁRNÍ PŘEHLED

    MAGISTERSKÁ DIPLOMOVÁ PRÁCE

    VEDOUCÍ PRÁCE: MGR. VLASTIMIL BROM, PH.D.

    2009

    MASARYK UNIVERSITÄT

    PHILOSOPHISCHE FAKULTÄT INSTITUT FÜR GERMANISTIK, NORDISTIK UND

    NEDERLANDISTIK

    BC. VERONIKA MARTINCOVÁ

    LEHNBEZIEHUNGEN DER SÜDSLAWISCHEN

    SPRACHEN ZUM DEUTSCHEN EINE EXEMPLARISCHE ÜBERSICHT

    MAGISTERDIPLOMARBEIT

    BETREUER: MGR. VLASTIMIL BROM, PH.D.

    2009

Prohlašuji, ţe jsem diplomovou práci vypracovala samostatně s vyuţitím uvedených pramenů a

    literatury.

    Hiermit erkläre ich, dass ich diese Diplomarbeit selbständig und auf Grund der genannten

    Quellen erarbeitet habe.

    ……………………………………………..

     Bc. Veronika Martincová

An dieser Stelle möchte ich mich bei Mgr. Vlastimil Brom, Ph.D., für seine fachkundige

Betreuung bedanken.

Inhalt

    INHALT ............................................................................................................................................ 1 EINLEITUNG: .................................................................................................................................. 3 DEFINITION UND GLIEDERUNG DER ENTLEHNUNGEN ...................................................... 4 SÜDSLAWISCHE SPRACHEN .................................................................................................... 10 ALLGEMEINE CHARAKTERISTIK DER SLAWISCHEN SPRACHEN .................................................... 10 SLOWENISCHE SPRACHE ............................................................................................................. 11 Geschichte des Slowenischen ................................................................................................ 11 Alphabet, Aussprache und Orthografie ................................................................................. 13

    Gegenwärtige slowenische Lateinschrift ......................................................................................... 13

    Orthografie ....................................................................................................................................... 14 Das Lautsystem ...................................................................................................................... 14

    Der Akzent ....................................................................................................................................... 14 Morphologie des Slowenischen ............................................................................................. 14

    Tempora im Slowenischen ............................................................................................................... 15 Wortschatz ............................................................................................................................. 15 Slowenische Dialekte ............................................................................................................. 15 Der deutsche Sprachkontakt in der Geschichte Sloweniens .................................................. 16 Die Lehnwörter im Slowenischen .......................................................................................... 20 KROATISCHE SPRACHE ................................................................................................................ 21 Geschichte des Kroatischen ................................................................................................... 21 Alphabet, Orthografie und Aussprache ................................................................................. 23 Das Lautsystem ...................................................................................................................... 23 Morphologie des Kroatischen ................................................................................................ 24

    Tempora im Kroatischen.................................................................................................................. 24 Wortschatz ............................................................................................................................. 24 Kroatische Dialekte ............................................................................................................... 25 Der deutsche Sprachkontakt in der Geschichte Kroatiens .................................................... 27 Die deutschen Lehnwörter im Kroatischen ............................................................................ 33

    Morphologische Ebene .................................................................................................................... 34

    Semantische Ebene .......................................................................................................................... 34 SERBISCHE SPRACHE ................................................................................................................... 36 Geschichte des Serbischen ..................................................................................................... 36 Alphabet und Aussprache ...................................................................................................... 39

    Schrift .............................................................................................................................................. 40

    Orthografie ....................................................................................................................................... 40

    Lautsystem und Aussprache ............................................................................................................ 40

    Akzent ........................................................................................................................................ 40

     1

    Morphologie des Serbischen .................................................................................................. 41

    Tempora im Serbischen ................................................................................................................... 41

    Da-Konstruktion ......................................................................................................................... 41 Wortschatz ............................................................................................................................. 41 Serbische Dialekte ................................................................................................................. 42 Der deutsche Sprachkontakt in der Geschichte Serbiens ...................................................... 42 Die deutschen Lehnwörter im Serbischen.............................................................................. 49 BULGARISCHE SPRACHE ............................................................................................................. 51 Historische Entwicklung der bulgarischen Sprache .............................................................. 52 Alphabet und Aussprache ...................................................................................................... 54

    Gegenwärtige bulgarische kyrillische Schrift .................................................................................. 55 Das Lautsystem ...................................................................................................................... 55

    Vokalphoneme ................................................................................................................................. 55

    Konsonanten .................................................................................................................................... 55

    Akzent .............................................................................................................................................. 56 Morphologie des Bulgarischen .............................................................................................. 56

    Der Artikel ....................................................................................................................................... 56

    Tempora im Bulgarischen ................................................................................................................ 57 Wortschatz ............................................................................................................................. 57 Bulgarische Dialekte ............................................................................................................. 57

    Westliche Dialekte und ihre Merkmale ............................................................................................ 58

    Östliche Dialekte und ihre Merkmale .............................................................................................. 58 Der deutsche Sprachkontakt in der Geschichte Bulgariens ................................................... 59 Die deutschen Lehnwörter im Bulgarischen .......................................................................... 63 MAKEDONISCHE SPRACHE .......................................................................................................... 65 Geschichte des Makedonischen ............................................................................................. 65 Alphabet, Aussprache und Orthografie ................................................................................. 67 Morphologie des Makedonischen .......................................................................................... 67

    Der Artikel ....................................................................................................................................... 68

    Tempora im Makedonischen ............................................................................................................ 68 Wortschatz ............................................................................................................................. 68 Makedonische Dialekte .......................................................................................................... 68 Der deutsche Sprachkontakt in der Geschichte Makedoniens ............................................... 69 Die deutschen Lehnwörter im Makedonischen ...................................................................... 70 SCHLUSSWORT ........................................................................................................................... 72 ZUSAMMENFASSUNG ................................................................................................................ 74 ABKÜRZUNGEN UND SYMBOLE ................................................................................................... 75 LITERATURVERZEICHNIS/QUELLEN ..................................................................................... 76 BIBLIOGRAFIE ........................................................................................................................ 76

     2

Einleitung:

     In dieser Diplomarbeit beschäftige ich mich mit den deutschen

    Lehnwörtern in den südslawischen Sprachen. Dieses Thema begann mich in dem Moment zu interessieren, als ich in der serbischen Sprache viele Wörter mit einem unbestreitbaren deutschen Ursprung bemerkte. Dieser Sachverhalt kann auch bei den anderen südslawischen Sprachen dokumentiert werden.

     Der westliche Zweig der südslawischen Sprachen ist natürlich mehr von der deutschen Sprache und Kultur beeinflusst, weil einige Gebiete längere Zeit unter der Vorherrschaft der Österreichisch-ungarischen Monarchie waren. Dagegen ist der östliche Zweig der südslawischen Sprachen, die bulgarische und makedonische Sprache, dem deutschen Gebiet wesentlich ferner und deshalb treten in diesen Sprachen weniger deutsche Lehnwörter auf. Dieses trifft vor allem für das Makedonische zu, im Bulgarischen ist jedoch der Einfluss der Deutschen und der deutschen Sprache offensichtlich.

     In der Diplomarbeit schöpfte ich vorwiegend aus den Arbeiten von Hildegard Striedter-Temps Lehnwörter im Serbokroatischen und Lehnwörter im Slowenischen, die am Ende der 50er bzw. 60er Jahre geschrieben wurden. Als wichtige Hilfsmittel für die genauere Beschreibung des historischen Kontexts benutzte ich die Publikationen aus der Edition des Verlags „Lidové noviny Dějiny zemí“ (Geschichte der Länder).

     Die Diplomarbeit ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Das erste Kapitel ist der allgemeinen Gliederung der Lehnwörter gewidmet. Der weitere Teil beschäftigt sich mit den einzelnen Sprachen. Zuerst werden die allgemeinen Informationen über die südslawischen Sprachen erwähnt und weiter die Beschreibung der deutschen Sprachkontakte mit den Sprachen des Balkans. In diesem Unterkapitel bemühte ich mich genauer einzelne Etappen der Geschichte aufzugreifen, die zur Expansion des deutschen Elements halfen. Im letzten Unterkapitel ist ein bestimmter Vergleich mehrerer Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen, einbezogen. Es werden auch Beispiele von deutschen Lehnwörtern angeführt.

     Als Ziel der Arbeit wollte ich den Einfluss der deutschen Sprache auf die Völker der Südslawen beschreiben. Zugleich werden auch die historischen Umstände thematisiert, die die Präsenz der deutschen Bevölkerung auf dem Balkan gefördert haben.

     3

Definition und Gliederung der Entlehnungen

    1 Die Entlehnung bezeichnet die Übernahme fremdem Sprachgutes in die

    eigene Sprache, an deren Eigentümlichkeiten es weitgehend angepasst wird, z. B.

    2Lehnwörter. Die Entlehnung umfasst nicht nur die Übernahme fremden Wortguts,

    sondern auch die Übernahme von Elementen, Merkmalen und Regeln aus anderen

    Sprachen.

    3 Sprachkontakt kann definiert werden als Koexistenz zweier oder

    mehrerer Sprachen innerhalb einer Sprachgemeinschaft, deren Sprecher diese

    Sprachen alternativ (situationsgebunden oder diskursstrategisch) verwenden.

    4Nach Karlík, Nekula und Plesková im Enzyklopädischen Wörterbuch des

    Tschechischen werden die Entlehnungen in mehrere Gruppen gegliedert.

    ? Die phonologischen Entlehnungen: z. B. in den Entlehnungen aus dem

    Deutschen, bei denen zu einem Lautwechsel kam. Z. B. kroat. baklja <

    mhd. vackel; iberok < nhd. Überrock, knedl < obd. Knödel

    ? Die morphologischen Entlehnungen: Die Entstehung des deutschen

    5Futurs auf Grund des tschechischen Futurs

    ? Die wortbildenden Entlehnungen: z. B. abstrahierte Formanten aus dem

    Entlehnungen bestimmten wortbildenden Typen als gr./lat. -sta, -ist: serb.

1 URL: http://lexikologie.perce.de/wb/?l=F92B4D0447&v=sys (10.6. 2009)

    2 BARTSCHAT, Brigitte, CONRAD, Rudi, HEINEMANN, Wolfgang, RICHTER, Gerlinde,

    STEUBE, Anita: Kleines Wörterbuch sprachwissenschaftlicher Fachausdrücke. Werner Dausien: Hanau, 1981, S. 86.

    3URL:www.informatik.huberlin.de/forschung/gebiete/wbi/teaching/archive/ws0405/severwandsch

    aft/vortraege/11_sprachkontakt.pdf (7.6. 2009)

    4 SKALKA, Boris - NEKULA, Marek: Výpůjĉka (Entlehnung). In: Karlík, Petr - Nekula, Marek, Pleskalová, Jana (Ed.): Encyklopedický slovník ĉeštiny. Nakladatelství Lidové noviny: Praha 2002,

    S. 542-544.

    5 Ebenda S. 542.

     4

    violinista, bohemist; -ismus: tsch. hyenismus, ĉechismus; -izovat: tsch.

    telefonizovat, amerikanizovat, Zusammensetzungen: bohabojný.

    6: die Übernahme von Satzformeln aus ? Die syntaktischen Entlehnungen

    dem Englischen ptát se pro něco< „ask for“, ptát se na něco < „ask about“

    ? Die lexikalischen bzw. semantischen Entlehnungen: barva < Farbe,

    serb. garaţa < Garage, oder Veränderung des semantischen Gehalts eines

    Lexems durch den Einfluss einer anderen Sprache; vgl. dt. Besteck > 1.

    Essbesteck, 2. Chirurgenwerkzeug, kroat. beštek >Essbesteck.

    ? Die phraseologischen Entlehnungen: být v obraze, im Bilde sein

    ? Die pragmatischen Entlehnungen: z. B. Verbreitung von Ihrzen und

    Erzen im Tschechischen unter dem Einfluss des Deutschen und Rückkehr

    zu Siezen im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss von Französischem.

     Bei den lexikalischen Entlehnungen unterschieden Karlík und Nekula noch

    7die Lehnübersetzungen oder Lehnprägungen. Es handelt sich um Wörter, die

    aus einer anderen Sprache übergenommen wurden und wörtlich übersetzt wurden.

    Z.B. serb. utisak < Eindruck, kroat. nadĉovjek < Übermensch. Diese Wörter

    entstanden vor allem in der Periode der nationalen Erneuerung.

     Beide beschriebenen Formen der Entlehnungen können zusammen

    8auftreten. Dann handelt es sich um Hybridbildungen: Vánoce < Weihnachten.

     Karlík, Nekula gliedern die Entlehnungen auch nach der Zeit der

    9Entstehung. Es gibt altzeitlichen und neuzeitlichen Entlehnungen. Die altzeitlichen sind solche, die aus einer entfernteren historischen Periode

    stammen. Sie sind in die gegenwärtige Sprache eingegliedert und meistens

    phonetisch, graphisch, morphologisch voll adaptiert und nicht als Fremdwörter

    gespürt. Z. B. slow. riter > mhd. ritter.

6 SKALKA, Boris - NEKULA, Marek: Výpůjĉka (Entlehnung). In: KARLÍK, Petr - NEKULA,

    Marek, PLESKALOVÁ, Jana (Ed.): Encyklopedický slovník ĉeštiny. Nakladatelství Lidové noviny:

    Praha 2002, S. 542.

    7 Ebenda

    8 Ebenda S. 543.

    9 Ebenda

     5

     Die neuzeitlichen Entlehnungen sind manchmal nicht adaptiert, sie sind oft

    z.B. umgangssprachlich und werden als fremde Wörter genommen. Z. B. serb.

    taksi, internet, kompjuter, mobitel.

     Jede Entlehnung hat einen bestimmten Ursprung. Sie werden auch nach

    der gebenden Sprache genannt. So werden etwa die Entlehnungen aus dem

    Deutschen als Germanismen bezeichnet. Meistens ist die genaue Einordnung des

    Wortes kompliziert, weil das Wort nicht eindeutig aussagt, zu welcher Sprache es

    dem Ursprung nach angehört.

     In den südslawischen Sprachen gibt es insbesondere Anglizismen,

    Latinismen, Turkismen, Romanismen, Russismen und natürlich Germanismen u.a.

    10 existiert noch eine weitere Gliederung. Sie Für diese Entlehnungen

    werden nach der Stellung in der Lexik gegliedert.

    ? schriftsprachliche: meistens sind sie nicht so viel vertreten, z. B. serb.

    kopirati (kopieren), elektriĉni (elektrische).

    ? fachsprachliche: vor allem in Fachtexten, terminologische, z.B. serb.

    krakovanje (Kracken), vazelin (Vaseline).

    ? allgemeine: wahrscheinlich die größte Gruppe. Die Wörter dringen

    ebenfalls aus dem Slang und Argot ein, z. B. flirtovat (flirten), mašina

    (Maschine).

    ? slang: z.B. serb. riba (Frau), skejtborder (Skateboarder).

    ? argot: z. B. serb. narkić gajba (Wohnung) gubica (Klappe).

    ? archaische oder veraltete: diese Wörter sind fast nicht mehr benutzt, z. B.

    serb. pismenica (Grammatik), vidar (Artzt).

    ? dialektale: sind typisch für Grenzgebiete und national vermischte Gebiete

    (z. B. serb. biĉota (Stier).

    10 SKALKA, Boris - NEKULA, Marek: Výpůjĉka (Entlehnung). In: KARLÍK, Petr - NEKULA, Marek, PLESKALOVÁ, Jana (Ed.): Encyklopedický slovník ĉeštiny. Nakladatelství Lidové noviny: Praha 2002, S. 543.

     6

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